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FAQ - Fragen und Antworten

Antworten auf häufig gestellte Fragen zu unseren Produkten und deren Handhabung finden Sie hier.

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Außengewinde von Kalibriermatrizen 1 1/4"

Warum fertigt TRIEBEL Vollkalibriermatrizen überwigent mit 1 1/4" Außengewinde?

Die Wandstärke der Wiederladematrizen ist, besonders bei Patronenhülsen mit großem P1-Durchmesser mitunter recht dünn.
Das führt dazu, daß sich die Matrize beim Kalibrieren von Patronenhülsen etwas dehnt. Das ist innerhalb gewisser Grenzen durchaus normal, vergrößert aber die für das Kalibrieren erforderliche Kraft.

Mann muß sich den Vorgang so vorstellen:
Bei einem Stück Stahl mit einer Faserstruktur wie Holz wird ein Keil mit einer sehr flachen
Steigung mit einer Kraft von ca. 1 – 1,5 Tonnen (10 kN 15kN) in eine achsiale Bohrung hineingepreßt.

Die auftretenden Kräfte zwingen das Stück Stahl (die Kalibriermatrize) radial auseinander. Die Kräfte sind so groß, daß es immer wieder dazu führt, daß ein Matrizenkörper reißt.
Abhilfe dazu schaft nur die Verwendung von massiveren Preßmatrizen.

Der Unterschied im Kalibriervorgang ist so gravierend, dass man es, wenn man es nicht selbst ausprobiert hat, nicht glauben will.
Eine Kalibriermatrize mit einem großen Aussendurchmesser ergibt einen wesentlich leichteren Kalibriervorgang schon allein deswegen, weil die Matrize praktisch nicht federt. Dadurch ergeben sich auch wesentlich gleichmäßigere Maße bei den kalibrierten Hülsen.

Die Patronenhülsen und die Presse werden geschont, weil insgesamt weniger Kraft aufgewendet werden muß.

Das Einschrauben dieser Matrizen mit dem Gewinde 1¼“12Gg ist in den meisten Pressen möglich. Meist muß nur ein Gewindeeinsatz aus der Halteplatte entfernt werden. Da die neueren Pressen mit einem Gewinde von 1,5“-12Gg ausgerüstet werden, muß ein entsprechender Reduziereinsatz für das Gewinde 1¼“12Gg verwendet werden.

Dieser wird von der Firma Triebel Waffenwerkzeuge angeboten.


Riefen im Patronenlager

Längsriefen im Patronenlager

Bei neuen, noch sehr scharfen Patronenlagerreibahlen kann es vorkommen, dass das Patronenlager ganz feine Längsriefen aufweist.
Das liegt an der zu großen Schärfe der frisch geschliffenen Schneiden.
Weiter Ursachen sind der Laufstahl und die eventuell zu lockere Einspannung in der Maschine.
Diese Reifen können verhindert werden, indem man mit einem sehr feinen Ölstein die Schärfen der Schneide etwas nimmt.
Man fährt ganz leicht über die Schneiden und „bricht“ sie etwas. Mit einer stabilen Einspannung und Öl-Wasser-Emulsion als Schmiermittel sollte das Patronenlager dann glatt werden.


Reibahle gebrochen

Werkzeugbruch bzw. Bruch von Patronenlagerreibahlen

Es ist zwar selten, aber es kommt doch ab und zu vor, daß eine Patronenlagerreibahle bricht.
Das kann ein teilweises Ausbrechen eines Zahnes sein oder auch der komplette Bruch des Werkzeuges.
Der Ausbruch eines Zahnteiles ist meist auf nicht rechtzeitiges Entfernen der Späne zurückzuführen und tritt bei den Reibahlen, deren Spannuten ins Volle eingeschliffen sind, sehr selten auf.
Eine weitere Verwendung dieser Reibahlen ist möglich, wenn die Bruchkante zum noch bestehenden Zahnteil mit
einem Ölstein etwas abgerundet wird um Riefenbildung zu vermeiden.

Material- oder Härtefehler
Der Bruch einer Reibahle aufgrund von Material- oder Härtefehlern ist extrem selten.
Aus den vergangenen 30 Jahren, sind uns nur sehr wenige Fälle bekannt, die darauf zurückzuführen waren. Derartige Material- oder Härtefehler werden auch meist noch während der Bearbeitung erkannt und die Teile werden ausgesondert.
Sie sind an der unterschiedlichen Färbung der Bruchflächen zu erkennen und laufen auf
unterschiedlichsten Bahnen quer durch das Werkstück. Oft gehen die Bruchlinien auch von scharfkantigen Übergängen aus.

Überlastung
Der totale Bruch von Patronenlagerreibahlen ist immer auf Überlastung zurückzuführen und hat ein ganz charakteristisches Aussehen. Die Bruchfläche läuft spiralförmig zur Achse des Werkzeugs und oft sind glänzende Kanten an der Bruchfläche der Hinweis, daß die Enden der zerbrochenen Reibahle mit erheblichem Kraftaufwand zusammengepreßt wurden.