Schleifen und Polieren
Verwendung
Wenn ein Schaft durch Schnitzen und Ausfeilen seine Form erhalten hat, wird mit dem Schleifen begonnen.
Arbeitsweise
Zuerst wird mit grobem Flintpapier, Körnung 60, der Schaft in Richtung der Faser geschliffen, bis alle Feilspuren beseitigt sind. Dann wird mit feinerem Flintpapier, Körnung 100 - 150, weitergeschliffen. Dann kann der Schaft schon zum ersten Mal gewässert werden.
Dazu feuchtet man die Oberfläche an und läßt sie wieder trocknen. Durch das Wasser werden die in die Poren eingedrückten Holzfasern herausgehoben und können mit dem nachfolgenden feinen Schleifen abgetragen werden. Gewässert wird 2-3 mal, mit nachfolgendem Schleifen.
Das Feinschleifen erfolgt dann mit Bimsmehl. Dazu wird eine kleine Menge Bimsmehl auf eine Unterlage gestreut und der Polierfilz mit einem Ende eingetaucht. Mit diesem Filzende wird nun die Oberfläche des Schaftes kräftig abgerieben. Dabei muß der Filz immer wieder in das Bimsmehl eingetaucht werden. Sind alle Schleifspuren der vorhergehenen Behandlung beseitigt, so klopft man den Polierfilz aus und poliert mit Bimsmehl "extra fein" weiter.
Durch das Feinstschleifen mit Bimsmehl "extra fein" erhält der Schaft einen sehr schönen Glanz.
Nun wird der Schaft mit Öl konserviert. Bei dunklem und gut gemaserten Holz wird nur mit Weißöl eingeölt. Bei helleren Hölzern wird das braune Schaftöl verwendet. Ist das aufgetragene Öl in das Holz eingedrungen, kann wieder geölt werden, bis der gewünschte Farbton erreicht ist.
Mögliche Fehler
Quer zur Faser geschliffen.
Nicht oft genug gewässert
Lieferbares Zubehör
Holzfeile, Flintpapier, Bimsmehl, Polierfilz, Weißöl, Schaftöl

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