Sie sind hier: Arbeitsanweisungen / Damastbräunieren
Deutsch
English
Français
Svenska

Damastbräunieren

Reizend

Verwendung
Mit dem Verschwinden der Damastläufe aus der Waffenfertigung ging auch das fachmännische Braunieren verloren. Durch die Geheimhaltung der Rezepte und ihre Anwendung kennt heute der Büchsenmacher das Damastbräunieren nur noch dem Namen nach.
Durch umfangreiche Forschung auf diesem Gebiet kann heute nun wieder mit einem speziellen Anstreichverfahren der Damastlauf in alter Weise brauniert und das Damastmuster hervorgehoben werden.
Wie bei dem Schwarzbrünieren der kombinierten Läufe, handelt es sich hier gleichfalls um ein Anstreichverfahren. Der Unterschied besteht darin, daß die Läufe oder Teile nicht dem sonst üblichen Kochprozeß unterworfen werden. Die entwickelte Edelrostschicht behält die natürliche braune Farbe bei und hebt in brillanter Weise das Damastmuster hervor.
Die Oberfläche braucht nicht mit Säure vorbehandelt werden und soll fein geschliffen sein, wie bei den anderen Brünierverfahren

Arbeitsweise
Die Handhabung ist so einfach, daß auch der Bastler seine alten Waffen damit restaurieren kann.
Wichtig ist, wie bei allen Brünierverfahren, die einwandfreie Entfettung. Diese Entfettung erfolgt, wie in alten Zeiten, mit Schlämmkreidebrei, der als wässerige Paste kräftig auf die Oberfläche aufgerieben wird. Zweckmäßig kann der Lauf vor dem Aufstreichen etwas erwärmt werden, damit die Schlämmkreide schneller trocknet. Ist die Schicht trocken, wird sie mit einer fettfreien Bürste gründlich entfernt. Dazu kann eine Handbürste, oder auch eine rotierende Fibrebürste verwendet werden.
Anschließend wird mit einem Wattebausch die Oberfläche dünn mit Damastbraun eingestrichen. Zweckmäßig werden zuerst die Ecken eingestrichen und dann mit einem gleichmäßigen Strich die großen Flächen.
Der Lauf wird dann bei Zimmertemperatur zum Rosten stehen gelassen. Nach 1 - 2 Stunden kann erneut eingestrichen werden.
Ist die Rostschicht nach mehrmaligen Einstreichen stark genug, wird die Oberfläche mit einer Kunststoffbürste kräftig abgebürstet. Auch hier kann eine rotierende Fibrebürste verwendet werden.
Nach dem Bürsten wird erneut eingestrichen und zum Rosten abgestellt. Dieser Vorgang wird so lange wiederholt, bis die Färbung ausreichend erscheint.
Haben sich an einigen Stellen ungleiche Färbungen ergeben, so kann an diesen Stellen mit feiner Stahlwolle nachbehandelt werden, bis die Färbung gleichmäßig erscheint. Nach 5 - 8maligen Streichen und Bürsten wird die Färbung ausreichend sein.
Zur Neutralisierung der Beizereste nach dem letzten Bürsten, wird nun die Oberfläche mit warmen Wasser (etwa 40 - 50 Grad) kräftig abgewaschen. Ist die Wassertemperatur zu hoch, erfolgt eine Umfärbung der Rostschicht zu einer dunkleren Modifikation, meist wird die Färbung dabei fleckig.
Wenn der Lauf nach dem Waschen gut getrocknet ist, wird er mit dünnem Öl, weißem Wachs, oder mit "Drachenblutlack" überzogen. Der Drachenblutlack kann dann noch mit einem Wattebausch und einem Tropfen Öl auf Hochglanz poliert werden, was besonders bei Sammlerwaffen zu empfehlen ist.

Mögliche Fehler
Die Metalloberfläche muß fettfrei sein.
Der entfettete Lauf darf auch nicht mehr mit den Fingern berührt werden.
Die Fibrebürste muß absolut fettfrei gehalten werden und darf nur für das Brünieren verwendet werden.

Sicherheitshinweise
Brünierbeizen enthalten Säuren und können bei Kontakt Haut und Augen schädigen. Außer Reichweite von Kindern aufbewahren. Verwenden Sie geeignete Schutzmittel (z.B.: Gummihandschuhe und Schutzbrille)

Gebindegröße
Damastbraun
Flasche 100 ml / 500 ml / 1000 ml

Lieferbares Zubehör
Schlämmkreide, Fibrebürste

 
Diese Arbeisanweisung als PDF-Datei herunterladen

Klicken Sie mit der rechten Maustaste auf den nachfolgenden Link und wählen Sie "speichern unter". Für die Verwendung von PDF-Dateien, benötigen Sie den kostenlosen Adobe Acrobat Reader.

Arbeitsanweisung als PDF-Datei herunterladen